Flugsportring Kraichgau e.V. SinsHEIM

mehr als nur Flugsport!

 

Dieses Jahr lässt das Wetter für Streckenflüge an den Wochenenden nur wenige Chancen. Umso erfreulicher, das am vergangenen Samstag für unsere Himmelstürmer mal wieder die Möglichkeit bestand, auf größere Strecken zu gehen. Allerdings kündigte sich von Westen bereits eine Front an, die im Laufe des Tages den Kraichgau erreichen sollte. Für die Schwäbische Alb waren hingegen für den ganzen Tag sehr gute Segelflugbedingungen angekündigt. Deshalb entschieden sich alle unsere Piloten in Richtung Osten aufzubrechen, um dann bei Aalen den Sprung auf die Alb zu machen. Jens und Benedikt flogen hierbei im Team zusammen, Michael und Christoph waren bereits vorher zeitversetzt abgeflogen. Auf dem Weg in Richtung Aalen zeigte sich, dass der Wetterbericht mal wieder richtig lag und es nicht ganz einfach war, Anschluss an den nächsten Aufwind zu finden. Trotzdem schafften es alle vier Piloten durchzuhalten und wurden mit guten Bedingungen auf der Alb dafür belohnt. Michael hatte seinen ersten Wendepunkt in Neresheim, Christoph flog noch etwas weiter in den Osten bis nach Harburg in der Nähe von Donauwörth. Jens und Benedikt flogen aufgrund des späteren Starts entlang des Stuttgarter Luftraums in Richtung Südwesten, um nicht zu viel Zeit für den Heimflug zu verlieren.
Da schon morgens feststand, dass von Nordwesten die Warmluft einfließen und damit die Thermikbildung behindern wird, entschlossen sich alle, den Rückweg über den Schwarzwald zu probieren. Die Hoffnung war, im Schwarzwald möglichst große Höhe zu erreichen um am Abend zurück nach Sinsheim gleiten zu können. Michael wählte als Wendepunkt den Flugplatz Winzeln, den auch Jens und Benedikt anpeilten. Christoph hatte sich vor dem Abflug als Wendepunkt St. Georgen vorgenommen, was sich als nicht ganz einfach herausstellte. Beim Übergang von der Schwäbischen Alb in den Schwarzwald auf Höhe von Rottweil waren nämlich nur noch wenige Cumuluswolken anzutreffen, die den Segelfliegern den Aufwind anzeigen. Auch Benedikt und Jens hatten ihre Probleme, den Einstieg in den Schwarzwald zu schaffen. Auf Höhe von Musbach war Benedikt dann so tief, dass er keinen Anschluß an den rettenden Aufwind fand und deshalb dort auf dem Flugplatz landen musste. Jens hatte mehr Glück und konnte einen Aufwind finden, der ihn nochmals auf 2000m brachte. Somit war für Ihn der Weiterflug möglich. Jedoch war die Warmluft bereits in den Kraichgau eingeflossen und die Optik ließ befürchten, dass es keinen Aufwind auf dem Heimweg mehr geben würde. Michael, der zu diesem Zeitpunkt bereits wieder in Sinsheim angekommen war, konnte Jens und Christoph beruhigen, hatte er beim Flug von Pforzheim nach Sinsheim doch noch einige tragende Passagen durchflogen. Über Pforzheim bildeten sich dann nochmals gute Aufwinde aus, so dass die beiden verbliebenen Piloten nochmals genügend Höhe tanken konnten um bis nach Sinsheim zurück zu kommen.
Die gemachten Flüge zählen zur Wertung der Baden Würtembergischen Landesliga, bei der von drei Piloten möglicht hohe Schnittgeschwindigkeiten erzielt werden müssen. Gewertet werden nur Flüge, die an Samstag und Sonntag durchgeführt werden. Bis vor zwei Wochen konnte der FSR Kraichgau in dieser Wertung einen sehr guten vierten Platz verteidigen. Dann musste man aber den auf der Schwäbischen Alb und im Schwarzwald ansässigen Vereinen den Platz räumen. Mit den an diesem Wochenende durchgeführten Flügen konnte man jedoch den Punktabstand auf die TopTen gering halten, so dass in den verbleibenden fünf Ligarunden eventuell nochmals der Spung unter die besten zehn Vereine in Baden Würtemberg gelingen kann.

Streckenflug