Flugsportring Kraichgau e.V. SinsHEIM

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Am Mittwoch war vom Wetterbericht gutes Wetter vorhergesagt. Allerdings wurde auch angekündigt, dass von Südwesten eine Front gegen Abend heranzieht und die Bildung von Thermik beeinträchtigen wird. Die Wettbewerbsleitung gab aufgrund dieser Vorhersage die Aufgabe aus, die Flugplätze Weipertshofen in der Nähe von Crailsheim und den Flugplatz Tauberbischofsheim zum umrunden. Diesmal jedoch nicht als Area Task, sondern als sogenannte Racing-Aufgabe. Bei diesem Aufgabentyp sind die Wendepunkt an den vorgegebenen Koordinaten zu umrunden.

Zunächst entwickelte sich das Wetter wie vermutet und das Feld der Flugzeuge konnte früh abfliegen. Leider näherte sich die Front früher als erwartet, so dass die Erfüllung der Aufgabe zunehmend schwieriger wurde. Viele Piloten konnten die rettende Thermik nicht mehr finden und mussten auf Flugplätzen oder Feldern außenlanden. Zwei Teams schafften es nur mit der Unterstützung ihres Hilfsmotors wieder zurück nach Sinsheim. Lediglich drei Piloten konnten die Aufgabe beenden und im reinen Segelflug wieder nach Sinsheim zurückfinden. Die restlichen Flugzeuge wurden entweder mit dem Motorflugzeug zurückgeschleppt oder von ihrer Rückholmanschaft mit dem Anhänger abgeholt.

Da sich zum Zeitpunkt der Berichtserstellung viele Piloten noch auf dem Rückweg nach Sinsheim befanden, wird das Wertungsergebnis mit dem nächsten Bericht nachgereicht.

Nachdem die vergangenen drei Tage das Wetter leider nicht ausreichte, um einen Wertungsflug durchzuführen, versprach die Vorhersage für den Dienstag zumindest fliegbares Wetter. Aus Südwesten sollte sich langsam Hochdruckeinfluss durchsetzen, der für die Wertung genutzt werden sollte. Die Wettbewerbsleitung gab als Aufgabe die Strecke Landau-Heilbronn-Walldorf aus. Um die genannten Punkte waren Wendekreise vorgegeben, innerhalb derer die Piloten ihre Wendepunkte selbst aussuchen konnten, eine sogenannte Assigned Area Task. Zunächst gestalltete sich das Wetter schwierig, so dass einige Piloten einen zweiten oder sogar dritten Start benötigten.
Im Rheintal konnten dann teilweise gute Bedingungen angetroffen werden, die die zuerst abgeflogenen Piloten noch nutzen konnten. Die Piloten, die aufgrund des Wiederstarts später abgeflogen sind, machten dann die immer wieder aufziehenden dichten Wolkenfelder den Weiterflug schwer, so dass die letzten im Feld die Wende in Walldorf nicht mehr anfliegen konnten. Auch gab es auf dem ersten Schenkel zwei Außenlandungen auf dem Flugplatz Malsch.
Für die kommenden Tage sind die Vorhersagen verhalten optimistisch, so dass die Hoffnung besteht, die zu Beginn des Wettbewerbs verlorenen Tage wieder aufzuholen.
 
Die Wertung für den heutigen Tag:
 
1.Platz   Hannes Perrot
2.Platz   Alexander Six
3.Platz   Jürgen Niedecker
Die Flugsaison 2016 ist bereits vor einigen Wochen gestartet, das gute Wetter für Streckenflüge wollte sich bisher jedoch nicht einstellen. Pünktlich zum langen Wochenende über Himmelfahrt hat sich dann das Wetter jedoch von seiner besten Seite gezeigt. Bereits am Mittwoch wurde den Fliegern gutes Wetter vorhergesagt, so dass sich einige Piloten die Möglichkeit nicht nehmen ließen, um zu ausgedehnten Streckenflügen aufzubrechen. Zunächst flogen alle in Richtung Rhön, um dann gen Süden zu wenden. Herbert Mittendorff und Gerd Weinelt mit Co-Pilot Dieter Heitsch machten sich auf den Weg zur Schwäbischen Alb, die laut der Vorhersage hervorragenden Bedingungen bieten sollte. Diese konnten beide nutzen, um den Luftraum von Stuttgart, welcher für Segelflugzeuge nicht durchflogen werden darf, zu umrunden und über den Schwarzwald wieder den Heimflug ins Kraichgau anzutreten. Wolfgang Aust mit Co-Pilotin Melanie Kunde entschieden sich dazu, nördlich des Stuttgarter Luftraums zu bleiben und flogen nach einem Abstecher ins Altmühltal noch bis ins Rheintal, bevor es wieder zurück nach Sinsheim ging. Bereits an diesem Tag flogen die drei Besatzungen 1800km, angetrieben allein durch die Energie der Sonne. Dank gilt dem Schlepppiloten Michael Neudel, der die Segelflugzeuge in die Luft brachte.
 
Am Feiertag waren die Bedingungen dann nicht mehr ganz so gut wie noch am Vortag, dennoch konnten Benedikt Dohmen und Sebastian Tschorn bei ihrem Teamflug in die Rhön jeweils 350km zurücklegen. Steffen Ambiel und Michael Neudel erkundeten den Odenwald bzw. die Altstadt von Rothenburg ob der Tauber. Der Samstag bot dann ebenfalls nochmals gute Bedingungen, um weitere Punkte für die dezentrale Streckensegelflugmeisterschaft zu sammeln. So machten sich sieben Piloten in unterschiedliche Richtungen auf den Weg. Michael Neudel und Lothar Engelhardt wagten sich über die Schwäbische Alb und den Schwarzwald um den Stuttgarter Luftraum, während sich die restlichen Piloten Kraichgau, Hohenlohe, Odenwald und das Rheintal von oben ansahen. Der Sonntag konnte aufgrund des starken Winds dann nicht mehr für größere Streckenflüge genutzt werden. Lediglich Steffen Ambiel stellte sich der Herausforderung, konnte sich jedoch lediglich bis nach Heilbronn gegen den Wind vorarbeiten, bevor er wieder den Rückweg nach Sinsheim antreten musste. Insgesamt wurden über das verlängerte Wochenende mehr als 5600km im Segelflug zurückgelegt. Damit befindet sich der Flugsportring Kraichgau derzeit auf dem 20. Platz der Vereinswertung in Baden Würtemberg.
 
In der Woche vom 14. - 21.05. findet das traditionelle Vergleichsfliegen auf dem Fluggelände des Flugsportrings statt. Neben den einheimischen Piloten werden auch Teilnehmer aus den umliegenden Vereinen an dem freundschaftlichen Wettbewerb teilnehmen und sich den täglich neu gestellten Aufgaben der Wettbewerbsleitung und dem Wetter stellen. Im Anschluss daran geht es für die Segelflieger des Flugsportrings direkt nach Leibertingen zum Vereinsfluglager.
 
Text/Bild: Christoph Bechthold
 
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