Flugsportring Kraichgau e.V. SinsHEIM

mehr als nur Flugsport!

 

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Im Zeitraum 30.5.2019 bis 9.6.2019 trainierte der Landeskader Segelkunstflug wieder gemeinsam mit den Kollegen aus der Schweiz und Österreich unter den wachsamen Augen von Georg „Schorsch“ Dörder, Werner Gühring und Detlef Eilers. Auch für die Sinsheimer Kunstflugpiloten zählt dieses Training längst zum „Pflichtprogramm“. Eingebettet fand erstmalig auch die Fortbildung für Segelkunstfluglehrer und Trainer statt, welche als offizielle Bildungsmaßnahme etabliert werden konnte.
Mit insgesamt rund 35 Teilnehmern, sowie 10 Teilnehmern an der Bildungsmaßnahme selbst, erfreut sich die Veranstaltung bereits seit Jahren höchster Beliebtheit. Sicherlich trägt auch die Verpflegung hierzu bei, Marina Dörder darf man getrost als „mit allen kulinarischen Wassern gewaschen“ bezeichnen. Herzlichen Dank an dieser Stelle!
Fliegerisch galt es für die Teilnehmer neben der aktuellen „FreeKnown“, bei welcher fünf Figuren vorgegeben sind und weitere fünf durch den Piloten hinzugefügt werden, auch reichlich unbekannte Programme zu meistern. Worauf es hierbei im Speziellen ankommt, haben die Teilnehmer der Bildungsmaßnahme auch im Theorieteil erarbeitet. Abweichungen in Linien, Winkeln, Radien, all dies wurde im „Judging Seminar“ durch Schorsch entsprechend erläutert. Als Chief-Judge-Assistant seit langer Zeit auf jeder Weltmeisterschaft fest gebucht, konnte er natürlich detaillierten Input geben. Das neu erworbene Wissen wurde im Anschluss in praktischen Übungen entsprechend vertieft.
Wie sagt man eigentlich ein Programm korrekt für den Schiedsrichter an? Wie lässt sich dessen Kommentar möglichst schnell und präzise auf den Wertungsbogen notieren? Wie spreche ich all die schnellen Eindrücke auf Band, damit der Pilot bestmögliches Feedback erhält? Die Vertiefung brachte für alle Segelkunstfluglehrer, Trainer und Piloten entsprechende Fortschritte.

Für die richtige mentale Einstellung wurde ebenfalls gesorgt, z.B. mit der Einführung in Autogenes Training oder dem „Einschädeln“ des Programms. Der Segelkunstflug ist ein schneller Sport, entsprechend notwendig ist die mentale Vorbereitung eines jeden Fluges. Zeit zum Denken ist in der Senkrechten abwärts eben begrenzt..

Der zusätzliche Erfahrungsaustausch mit den Kollegen aus der Schweiz und Österreich rundete die Veranstaltung ab, auch kulinarisch, denn traditionell steuern die Kameraden aus der Schweiz ein Raclette-Abend bei. Konkurrenzdenken ist bei Segelkunstfliegern nicht wirklich gefragt. Man fliegt miteinander, nicht gegeneinander. Auch Flugzeuge werden durchaus öfter „getauscht“, oder man hilft sich mit anderen Utensilien aus, auch am Wettbewerb.
Vielleicht ist es genau dieser Geist, der die Szene aktuell kontinuierlich wachsen lässt..

Link zum Bilderblog:
https://www.flickr.com/photos/flugsportringkraichgau/albums/72157709038234168

Text/Bild: Robin Kemter

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Gerd Weinelt, Jeremias Winzenried und Colin Taylor aus Sinsheim sichern sich im Team den Wettbewerbssieg. Nach einem spannenden Wettbewerb mit insgesamt 4 Wertungstagen konnten sich die 3 Sinsheimer Piloten vor Jens Stellmacher und Sebastian Tschorn (ebenfalls FSR Kraichgau / Platz 2) und dem „Vater und Sohn Team“ Wolfgang und Tim Beyl aus Lauffen (Platz 3) an die Spitze des Feldes setzen.
Lediglich 28 Punkte betrug der Abstand zwischen Platz 1 und 2, bei Gesamtpunktzahlen von 2.718 zu 2.690 Punkten. Auch hierdurch wird das spannende Rennen um die Spitze deutlich. Während die beiden ersten Wertungstage an das Sinsheimer Dreierteam gingen, konnten Jens Stellmacher und Sebastian Tschorn die beiden folgenden Wertungstage klar für sich entscheiden.
Dabei konnte an allen Tagen bei gutem Streckenflugwetter Kilometer gesammelt werden und es ging nur mit der Kraft der Sonne im Gleitflug weit über den Kraichgau hinaus. Seinem Spitzname „Kriechgau“, aufgrund der manchmal schwierigen Thermikverhältnisse, wurde die Region um Sinsheim in diesem Jahr also nicht gerecht..
Der Flugsportring Kraichgau e.V. freut sich bereits auf das kommende Jahr, wenn wieder die Piloten aus den verschiedensten Gegenden Baden-Württembergs in Sinsheim zu Gast sein werden. Spannend wird es sicherlich auch dann wieder...
Text/Bild: FSR Kraichgau

Dieses Jahr erstmalig im neuen Format, wurde der Wettbewerb „Pfingstfliegen“ eröffnet. Für die Piloten gilt es wieder größtmögliche Strecken in kürzester Zeit zu meistern. Die Strecken werden am morgendlichen „Briefing“ durch die Wettbewerbsleitung anhand der Wetterinformationen geplant und bekanntgegeben. Alle Piloten sind somit vor die gleiche Aufgabe gestellt.
Sobald das imaginäre „Abflugtor“ geöffnet ist, kann jeder Pilot den Zeitpunkt seines Abfluges selbst bestimmen und die Uhr läuft. Strecken von über 300km sind im Segelflug keine Seltenheit, 500km sind an guten Tagen häufiger das Ziel. Spannend wird es dann bei der Rückkehr. Wer hat den perfekten Zeitpunkt aus Wetterfenster, geplanter Entwicklung der Aufwinde entlang der Strecke und Vorfluggeschwindigkeit getroffen?
Das es hierbei auch ab und an zu sogenannten „Außenlandungen“ kommen kann, ist für Segelflugpiloten normal. Die Flugzeuge sind hierfür entsprechend ausgelegt und jeder halbwegs große Acker kann genutzt werden. Mit einer „Notlandung“ hat dies also wenig zu tun, vielmehr ist dies normaler Teil der Ausbildung zum Segelflugpiloten.
Bis Sonntag werden die Teams nun um die Plätze „kämpfen“, das Motto des Sinsheimer Wettbewerbs ist jedoch: „Wir fliegen miteinander, nicht gegeneinander“..
Text/Bild: FSR Kraichgau

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