Flugsportring Kraichgau e.V. SinsHEIM

mehr als nur Flugsport!

 

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Die Piloten des Flugsportring Kraichgau e.V. (FSR) sind mittlerweile in der neuen Saison angekommen. Die Wochenenden werden nun regelmäßig für Flüge im und über den Kraichgau hinaus genutzt. Die Saison im Ligafliegen ist bereits an Ostern gestartet. Hierbei müssen die Piloten in einer Wertungsdauer von 2,5h eine möglichst hohe Schnittgeschwindigkeit erreichen und somit eine möglichst große Strecke zurücklegen. Die Flüge werden dann am Abend auf eine Onlineplattform hochgeladen und automatisiert ausgewertet. Bei der Berechnung der Punkte wird die Art des Flugzeugs berücksichtigt, damit auch ältere Flugzeuge keinen Nachteil haben. Die drei punkthöchsten Flüge des Wochenendes gehen dann in die Vereinswertung ein. Nach einem etwas holprigen Start sind wir mittlerweile voll im Ligamodus angekommen. Das erste Wochenende ist leider dem Wetter zum Opfer gefallen. Am zweiten Wochenende konnten dann dafür jedoch schöne Flüge in den Schwarzwald bis südlich des Feldbergs und zurück gemacht werden. Die vorherrschende Kaltluft sorgte für beste thermische Bedingungen und einer überragenden Sicht auf Rheintal, Schwarzwald und die Alpen.
Am darauf folgenden Wochenende des 12./13.Mai konnten wir das erste Mal in dieser Saison mit drei Piloten in die Wertung fliegen, was sich auch sofort positiv auf unsere Platzierung auswirkte. Auch der bisher längste Flug der Saison von unserem Flugplatz im Wiesental - über 500km – erfolgte an diesem Wochenende. Die nächste Runde war wieder geprägt durch schlechtes Wetter, was allerdings einige Piloten nicht davon abhalten konnte, wichtige Punkte zu erfliegen. Da außer uns nur ein weiterer Verein Punkte erfliegen konnte, haben wir uns in der Tabelle weiter nach vorne gekämpft. Am Sonntag dem 13.5.2017 bereitete dann eine von Westen heranziehende Gewitterfront dem Flugbetrieb ein jähes Ende. Trotzdem haben wir es geschafft, uns einen zwischenzeitlichen sechsten Tabellenplatz in der Baden-Württembergischen Landesliga zu erfliegen. Zum Tabellenersten sind es lediglich 22 Punkte, so dass für den Rest der Saison noch alles „drin“ ist, wenn uns das Wetter nicht im Stich lässt.
Aber nicht nur an den Wochenenden konnten wir zu Streckenflügen aufbrechen. Auch unter der Woche wurden einige Flüge über den Flugplatzbereich hinaus durchgeführt. Natürlich immer nur dann, wenn der Wetterbericht entsprechende gute thermische Verhältnisse vorhersagt.

Doch nicht nur unsere Streckenflieger waren aktiv. Auch in der Schulung unserer Flugschüler sind viele Flüge mit unseren ehrenamtlichen Fluglehrern erfolgt. Hierbei sind auch einige neue Flugschüler in den Genuss ihres ersten Schulungsfluges gekommen und so mit dem „Flugvirus“ infiziert worden.

Das AIR-lebnis-Wochenende, welches leider Samstags durch Regen frühzeitig beendet wurde, ließ am 22. und 23. April trotzdem viele Flüge für alle Teilnehmer zu. Auch den Ablauf eines Tages auf dem Flugplatz konnte jeder Teilnehmer auf diesem Weg kennenlernen. Der Sonntag wartete dann mit bestem Wetter auf, so dass hier auch längere Flüge durchgeführt werden konnten.

Auch unsere Kunstflieger sind schon wieder fleißig im Training für die anstehenden Wettbewerbe. Über die Pfingstwoche findet nämlich nicht nur das Sinsheimer Pfingstfliegen statt, ein über-regionaler Wettbewerb in der 38ten Auflage im Wiesental, sondern auch das Kadertraining der Segelkunstflugpiloten des Landeskaders in Walldürn. Gemeinsam mit den Nationalmannschaften aus Österreich und der Schweiz bereiten sich unsere Piloten hier für die anstehenden Wettbewerbe, beginnend in 3 Wochen, sowie verschiedenste Vorführungen in der Region vor.

Unsere Streckenflugpiloten werden im angesprochenen Pfingstfliegen zeitgleich um die Punkte kämpfen, . Zu diesem Wettbewerb haben sich einige Teams aus den umliegenden Vereinen angemeldet. Viele der gemeldeten Piloten sind "Wiederholungstäter", was sicher auch für die gute Organisation dieser Veranstaltung spricht. In diesem Wettbewerb werden den Piloten Strecken bzw. Wegpunkte vorgegeben, die dann mit einer möglichst hohen Schnittgeschwindigkeit in der richtigen Reihenfolge umflogen werden müssen. Einige unserer Mitglieder werden dieses Jahr wieder nach Aachen auf einen Streckenflugwettbewerb fahren, um dort die guten Platzierungen aus den letzten Jahren zu bestätigen. Die Bundesligaflüge bilden hierzu das ideale Training.

Am vergangenen Wochenende des 20./21.Mai zeigte sich das Wetter sowohl am Samstag als auch am Sonntag von seiner besten Seite. Am Samstag konnten wir jedoch für die Liga keinen Wertungsflüge vorweisen, die meisten unserer Piloten warteten auf den als besser vorhergesagten Sonntag. Aus diesem Grund fanden sich unsere Streckenflugpiloten am Sonntag dann auch schon recht früh auf dem Flugplatz ein, um ihre Flugzeuge für den anstehenden Tag vorzubereiten. Die Streckenwahl wurde aufgrund des großräumig guten Wetters recht unterschiedlich angesetzt. Zwei unserer Piloten nahmen sich vor zunächst nach Nordosten in Richtung Rhön zu fliegen und dann im Altmühltal die zweite Wende zu setzen. Zwei weitere wollten die thermischen Vorzüge der Schwäbischen Alb und des Schwarzwalds nutzen, was sich am Ende auch als die schnellere Wahl herausstellte. Einige Piloten ließen sich einfach vom guten Wetter leiten und flogen zwischen Altmühltal und Pfälzer Wald. Die Flüge im nördlichen Raum stellten sich hierbei als unproblematischer dar, da die Piloten keine Tiefpunkte mit schlechteren Steigwerten erlebten und ihre Flüge wieder sicher in Sinsheim beenden konnten, auch wenn die Schnittgeschwindigkeit für die Ligawertung hierbei nicht ganz so hoch ausfiel.

Der Weg nach Osten auf die Schwäbische Alb stellte sich schwieriger als vermutet heraus. Eine niedrige Wolkenuntergrenze und zunächst schwache Steigwerte verhinderten ein schnelles Vorankommen. Am östlichen Wendepunkt in der Nähe von Donauwörth war der Himmel durch eine dicke Wolkenschicht verhangen, welche die Sonneneinstrahlung stark behinderte und somit die Entstehung von Aufwinden erschwerte. Konsequenz daraus war, dass unsere Piloten in diesem Abschnitt ihres Fluges kurz vor einer vorzeitigen Außenlandung auf einem Acker standen. Glücklicherweise fanden sie aber einen rettenden Aufwind, der es ihnen ermöglichte, den Flug fortzusetzen. Belohnt wurden sie mit perfektem Wetter auf der Schwäbischen Alb, was für schnelle Schnittgeschwindigkeiten bis in den Schwarzwald sorgte. Von dort aus ging es dann bei sich abbauenden Bedingungen zurück nach Sinsheim bzw. noch zu einem Abstecher in die Pfalz.

In Summe wurden an diesem Sonntag sieben Streckenflüge durchgeführt und eine Strecke von fast 2900km zurückgelegt. Mit Platz dreizehn an diesem Wochenende konnten 32 Rundenpunkte erkämpft werden. Mit jetzt 133 Punkten auf dem Konto wurden zwei weitere Plätze in der Tabelle gut gemacht, so dass wir uns nun auf Tabellenplatz vier befinden. Die Abstände in der Tabelle sowohl nach oben als auch nach unten sind nur sehr gering und wir müssen weiterhin unser Bestes geben um unseren Platz zu verteidigen bzw. auszubauen.

Wer sich für das Fliegen oder sogar für eine Ausbildung zum Piloten interessiert, kann am Wochenende auf unserem Flugplatz vorbeischauen. Wir beantworten gerne alle Fragen, sprecht uns einfach an.

Link zum Bilderblog des FSR Kraichgau:
https://www.flickr.com/photos/flugsportringkraichgau/albums/72157681020569234
Text / Bilder: Bechtold/Kemter

20170525 Flugsaison

Liebe Pfingstflieger,
unser Streckenflugwettbewerb, das Sinsheimer Pfingstfliegen findet im Jahre 2017 zum 38. Mal vom 3. Juni bis 10. Juni 2017 auf unserem Flugplatz statt. Hierzu möchten wir die Piloten der letzten Jahre ganz besonders herzlich einladen. Anbei erhaltet Ihr die Unterlagen (Ausschreibung, Anmeldeformular und Gebührenordnung).
Bitte sprecht auch andere Piloten und Pilotinnen aus Eurem Umfeld an, vielleicht hat ja noch jemand Interesse mitzufliegen.
Wir freuen uns auf Eure Anmeldung!

Mit vielen Fliegergrüßen
Wolfgang Weber und Daniel Waldvogel

Anhänge:
Diese Datei herunterladen (Ausschreibung_Pfingstfliegen_2017_Gesamt.pdf)Unterlagen Pflingsfliegen[Unterlagen Pflingsfliegen]28 kB

Eigentlich ist die Saison unserer Segelflieger bereits am 08. April gestartet. Da uns aber das Wetter noch nicht so richtig in die Karten spielen wollte, hat es für Streckenflüge bisher leider nicht gereicht. Trotzdem wurden die Wochenenden genutzt, um sich von einem Fluglehrer nach der Winterpause überprüfen zu lassen und erste Eingewöhnungsflüge durchzuführen. Die ersten Flüge außerhalb des Platzbereiches konnten Benedikt und Sebastian bereits am 09. April machen. Allerdings stand bei diesen Flügen weniger die Strecke im Vordergrund, vielmehr sollten die Flugeigenschaften der neuen „NEO“-Winglets an ihren Flugzeugen erprobt werden (wir haben dazu bereits einen Bericht in unserem Blog). Wenn man den beiden zuhört, scheinen die Winglets nicht nur extrem schick auszusehen, sondern auch noch gut fliegen. Wir dürfen gespannt sein, wie sich die beiden diese Saison mit ihren „neuen“ Fliegern schlagen werden.

Am Osterwochenende war die erste Runde der Landesliga. Bei dieser Liga geht es darum, möglichst große Strecken in einem Zeitraum von 2,5 Stunden zurückzulegen. Die Liga wird in Runden ausgetragen, wobei die drei besten Flüge eines Wochenendes (Samstag und Sonntag) in die Wertung einfließen. Basierend auf der Rundenplatzierung werden Punkte vergeben, die am Ende der Saison zusammen-addiert werden. Im vergangenen Jahr konnten wir uns lange auf einem vorderen Platz halten, bis uns dann am Ende der Saison leider sprichwörtlich die Luft bzw. Thermik aus ging und wir knapp einen Platz unter den Top 10 verpassten. Diese Saison soll alles besser werden, jedoch machte uns das Wetter bereits am ersten Wochenende einen Strich durch die Rechnung. Aufgrund des Regens war an einen Ligaflug nicht zu denken. Da dieses Problem alle anderen Vereine auch hatten, war dies allerdings nicht ganz so schlimm.

Fast schon traditionell findet in den Osterferien ein Schulungslager statt, so dass unsere Flugschüler in ihrer Ausbildung vorankommen können. Jonas hat dies hervorragend genutzt und konnte am Donnerstag seine C-Prüfung abschließen. Bestandteil dieser Prüfung sind drei Starts unter Aufsicht eines Fluglehrers mit vorgegebenen Flugmanövern wie z.B. einer hochgezogenen Fahrtkurve, bei der der Einflug in die Thermik simuliert wird, sowie dem Seitengleitflug, welcher im Fachjargon auch als „Slip“ bezeichnet wird. Um seinen Flugschein in den Händen halten zu können muss Jonas jetzt noch seine Theorieprüfung abschließen und einen Streckenflug über mindestens 50km durchführen. Außerdem konnten an jenem Donnerstag die ersten kleineren Überlandflüge durchgeführt werden. Die kalte Luft (in der Höhe -15° Celsius!), in Verbindung mit einem Hoch über den Britischen Inseln sorgte für gute Thermik, die Jens und Christoph genutzt haben. Nach einem späten Start gegen 13:00 Uhr flogen die beiden zunächst gemeinsam nach Osten bis kurz vor Öhringen um dann nach Norden abzudrehen und mit einem Schlenker über Mosbach bis nach Heidelberg zu fliegen. Dort trennten sich dann die Wege und Jens flog nach Süden Richtung Schwarzwald. Christoph entschied sich dazu, noch einmal in den Osten zu Fliegen um bei Möckmühl dann endgültig den Heimweg anzutreten, weil die Füße eingefroren waren. Hoffen wir, dass die anstehende Saison noch viele so gute Tage bringt, die wir für ausgedehnte Streckenflüge nutzen können.

Wer Interesse am Flugsport hat kann gerne an den Wochenenden auf unserem Fluggelände im Wiesental vorbeischauen und vielleicht sogar selber mit der Ausbildung zur Pilotin oder Pilot anfangen, sprecht uns einfach an.

Weitere Aufnahmen findet Ihr auf unserem Bilderblog:
https://www.flickr.com/photos/flugsportringkraichgau/albums/72157679648480604
Text / Bild: Christoph Bechtold

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