Flugsportring Kraichgau e.V. SinsHEIM

mehr als nur Flugsport!

 

Blog

..oder: Wie man einen bürstenlosen Elektromotor selbst baut!

Das ins Sinsheim am Gelände des Flugsportrings Kraichgau das Fliegen erlernt werden kann, ist hinreichend bekannt, jedoch gehen die Aktivitäten auch in ganz andere Richtungen. So ist z.B. auch das Erlernen des Modellbaus in all seinen Facetten ebenfalls ein durchaus interessantes Feld des Vereins. Immer wieder entstehen in den Modellbauräumen des des FSR Kraichgau beeindruckende Projekte, z.B. der Selbstbau von Elektromotoren, in diesem Fall eines sogenannten „Brushless“-Motors..
Die hierfür erforderlichen Bauteile für Stator und Rotor, sowie die spätere Montageplattform wurden ebenso selbst hergestellt, wie auch die Wicklungen. Gerade beim Bau solcher Projekte ist sauberes und präzises Arbeiten unerlässlich, sollte der Motor schließlich auch als Demonstrationsobjekt dienen.
Aus diesem Grund wurde z.B. Plexiglas als Material eingesetz, damit später auch ein Blick ins Innenleben des Motors möglich ist. Die Wicklungen entstanden aus 1mm Kupferlackdraht, wegen der notwendigen Isolierung und für höhere mögliche Stromstärken. In diesem Fall bleiben die Temperaturen im „grünen Bereich“, ebenfalls schließlich nicht ganz unwichtig.
All dies geplant hat Florentin Richter, gemeinsam mit seinem Vater und Otto Hoffmann, welcher die Modellbaugruppe des FSR Kraichgau e.V. leitet.
Nachdem der Motor fertiggestellt war, galt es natürlich auch, selbigen entsprechend zu präsentieren. Auch in diesem Punkt war für Florentin aber ein einfacher Halter nicht stilecht.. Verständlich, schließlich ist der Motor selbst schon ein Schmuckstück für sich. Also wurde kurzerhand ein „Leistungsprüfstand“ in Form einer Vorrichtung zur Messung des Schubs der montierten Luftschrauben gebaut. Mit verschiedenen, selbstgefertigten Aluteilen und Messequipment in Form von Federwaagen entstand so eine durchaus wissenschaftliche Ausarbeitung dessen, was andere vermutlich vergeblich in Amazon gesucht hätten.
Respekt vor der Arbeit, welche ganz „nebenbei“ auch noch Einblicke in Drehen, Fräsen und verschiedene weitere Fertigungsmethoden lieferte. Das Ergebnis kann sich in jedem Fall sehen lassen..
..aktuell entsteht gerade ein Demonstrationsobjekt eines Kernkraftwerks. Bei dieser Leidenschaft für Details werden wir vermutlich bald einen Strahlenschutzbeauftragten benötigen..

20171117 jugend forscht

Für alle angehenden Scheinpiloten, oder auch für alle Interessierten zur Auffrischung, liegt nun der Unterrichtsplan im Mitgliederbereich bereit. Wie immer erfolgt der Unterricht ehrenamtlich durch unsere Fluglehrer, daher nutzt dieses kostenlose Angebot und sprecht Euch mit den Referenten entsprechend ab.
Viel Erfolg und fleißiges Lernen!

 

Anhänge:
Diese Datei herunterladen (Unterrichtsplan.pdf)Unterrichtsplan.pdf[Unterrichtsplan]73 kB

Beim Flugbetrieb auf unserem Fluggelände kommen im Herbst leider oft nur wenige Aktive. Aber beim Treffen der Fliegersenioren werden es immer mehr Teilnehmer.

Dieser Tage kamen auf Einladung von Siegfried so viele der meist nicht mehr aktiven Piloten mit ihren Partnerinnen wie noch niemals vorher nach Hilsbach. In dieser historischen alten Stadt, urkundlich erstmals erwähnt im Jahre 798, fanden sich insgesamt vierunddreißig Personen der Fliegergemeinde ein.
Der pensionierte Gymnasiallehrer, Historiker und langjährige Stadt- und Ortschaftsrat Dieter Müller, führte uns bei strahlendem Sonnenschein durch seinen Heimatort. Seine Familie ist dort seit dem 30-jährigen Krieg ansässig und durch seine Aktivitäten im Stad- und Ortschaftsrat konnte er vieles mit auf den Weg bringen für die Ortssanierung.

Beginnend am wiederentdeckten und sanierten Ortsbrunnen vor der ebenfalls renovierten Festhalle hörten wir viele Details aus der Geschichte dieses alten und ehemals bedeutenden Sinsheimer Stadtteils mit seinen hohen Mauern und alten Gebäuden. Beeindruckend die Alte Kelter, die neue Kelter, das ehemalige Wachhaus und andere bedeutende Häuser. Die historische Ortsmitte thront auf einer Anhöhe und so gibt es viele wunderschöne Ausblicke in die umgebende Landschaft. Etwa den Blick von der alten Zehntscheune oder vom alten Kirchhof um die evangelische Kirche.

So vergingen eineinhalb Stunden wie im Fluge, wobei wir nur einen kleinen Teil der Stadt sehen konnten, da viele Straßen in den tiefer unten liegenden Teil führen, die wir Älteren nicht mehr so ganz flott begehen wollten oder konnten.

Im Anschluss an die Führung konnten wir noch ein paar Stunden im „Gasthaus Rose“ mit Gesprächen und Erzählungen verleben. Unser Mitglied Horst Herbold holte gegen Ende sogar noch seine „Steirische“ aus dem Auto und gab einige Stücke zum Besten. Nach dem alten Segelfliegerlied „Eines Abends in der Dämmerstunde“ endete dann unser Beisammensein und wir fuhren alle zufrieden nach Hause in dem Bewusstsein, dass wir uns im Frühjahr 2018 wieder zu einem anderen Highlight im Kraichgau zusammenfinden. Vorher wird es aber im Januar oder Februar noch ein Treffen im Vereinslokal „Fliegerklause“ geben.

Link zum Bilderblog:
https://www.flickr.com/photos/flugsportringkraichgau/albums/72157687657151980


Text/Bild: Siegfried Daubenschmidt

 Senioren